Protest hat viele Gesichter

Die Preisveranstaltung des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder 2020 fand vom 28. September bis 02. Oktober digital statt. politikorange und sagwas haben die einwöchige Veranstaltung zum Thema Engagement und Protest begleitet.

Was alle Protestformen gemeinsam haben? Sie machen sich stark für Veränderungen! I Foto: Markus Spiske / pexels.com

Im September kehrten die Aktivist*innen von Fridays for Future nach der Corona-Zwangspause auf die Straßen zurück. Seit Ende Mai protestieren Millionen US-Bürger*innen immer wieder gegen Rassismus und Polizeigewalt. Nach einem Großbrand im griechischen Flüchtlingslager Moria gingen Geflüchtete und Europäer*innen für eine bessere Flüchtlingspolitik auf die Straßen. Diese Beispiele stellen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Bild der weltweiten Protestbewegungen dar. Denn Protest hat viele Gesichter und meist spielen junge Menschen eine zentrale Rolle. Sie machen auf Missstände aufmerksam und setzen sich für andere ein. Sie möchten sich in der Gesellschaft einbringen und etwas verändern.

Von uneingeschränktem Protest und politischem Engagement

Welche Formen von Protest und Engagement gibt es eigentlich? Welche Rolle spielen soziale Medien und ist Engagement gleichzusetzen mit Protest? Über diese und viele weitere Fragen diskutierten fünf politikorange-Redakteur*innen im Rahmen des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder. Die digitale politikorange-Redaktion begleitete die einwöchige Veranstaltung und nahm aktuelle soziale Bewegungen und Fragestellungen unter die Lupe.

Die Woche war geprägt von jeder Menge Input und spannenden Gesprächspartner*innen. Tino Pfaff, Pressesprecher von Extinction Rebellion Deutschland, diskutierte mit den Redakteur*innen über zivilen Ungehorsam. Gemeinsam mit Journalist Tim Lüddemann und Schülerzeitungsredakteur*innen aus ganz Deutschland ging es um Fragen wie: Was darf Protest? Muss Protest immer friedlich sein und ist Protest eigentlich zielführend? Die Meinungen der Teilnehmer*innen gingen hier sehr stark auseinander und reichten von „Protest darf alles“ bis zu „auch Protest muss sich an Regeln und Gesetze halten“. Sinem Taşan-Funke, Landesvorsitzende der Jusos Berlin, sprach mit politikorange und den Schülerzeitungsredakteur*innen über Bildungsgerechtigkeit, politisches Engagement und frühes Aufstehen. Sie empfiehlt die Jugendorganisationen der Parteien, um sich mit Gleichaltrigen über Politik auszutauschen.

Die Redaktion ist #politischkritischjung

Darüber hinaus interviewte politikorange-Redakteur Lukas Siebeneicker die Twitter-Aktivistinnen Rachel und Özge. Redakteurin Désirée Lengert fragte sich, welche politischen Rahmenbedingungen für junge Menschen notwendig sind. In ihrem Artikel plädiert sie dafür, das Wahlalter deutschlandweit auf 16 Jahre abzusenken. Der Begriff Antifa wird in Debatten häufig unüberlegt verwendet, kommentiert Nachwuchsjournalist Joel Feil. Redakteur Nils Hipp fragte kurzerhand seine Instagram-Follower, ob sie sich selbst als politisch beschreiben würden. Für ihn zeigt sich: Selbst im vermeintlich Unpolitischen steckt etwas Politisches.

So vielfältig wie das Themenfeld Engagement und Protest waren auch die geführten Debatten. Sie haben vor allem eines bestätigt: Die Jugend ist kritisch und aktiv! Alle Artikel findest Du auf dem politikorange-Blog und bei sagwas.net, dem Debattenportal der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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