Ich bin trans und das ist gut so!

politikorange-Reporterin Mila ist trans und hat bereits einen harten Weg hinter sich – ihrer Meinung nach auch bedingt durch die politische Gesetzeslage. Ein Kommentar.

 Mila heute - jetzt weiß sie, wer sie wirklich ist. Quelle: Mila Saß

Mila heute – jetzt weiß sie, wer sie wirklich ist. Quelle: Mila Saß

Ich bin Mila und trans. Geboren bin ich als Junge, wusste aber schon im Kindesalter, dass irgendetwas an mir anders ist, dass ich mich in meinem Körper so, wie er ist, nicht wohlfühle und ich eine Frau sein möchte. Aktuell laufen in der Politik Debatten um das Transsexuellengesetz. Die FDP will dieses Gesetz abschaffen und dadurch die Rechtslage transsexueller Menschen verbessern. Dadurch solle eine unnötige Schikane vermieden werden, denn niemand könne über die geschlechtliche Identität eines Menschen besser urteilen als man selber, sagt der FDP-Abgeordnete Jens Brandenburg gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im Bundestag wirft Brandenburg der großen Koalition vor, dass es beschämend sei, dass der Staat transgeschlechtliche Menschen* immer noch wie unmündige Bittsteller behandelt und der Bundesregierung die Rechte dieser egal seien. Jetzt wird sein Gesetzesentwurf mit Verbänden diskutiert.

Ich bin davon überzeugt, dass das Transsexuellengesetz es mir noch schwerer macht, so zu leben, wie ich möchte. Um unter anderem mit einer Hormontherapie beginnen zu können, muss man aktuell zu einem*r Psychiater*in, ein Gutachten ist auch nötig. Diese ganzen Dinge sind, wie ich finde, sehr belastend für die Betroffenen, denn es werden unangenehme Fragen gestellt, die einen verunsichern können und ohne elterliche Unterstützung gestaltet sich das noch komplizierter.

Mila als Kind. Damals hieß sie noch Maximilian. Quelle: Mila Saß

Mila als Kind. Damals hieß sie noch Maximilian. Quelle: Mila Saß

Mit 15 wurde das Gefühl des „Andersseins” und des Wunsches nach Veränderung stärker und ich begann, mich in meinem Körper unwohl zu fühlen. Zuerts redete ich mit meinen engsten Freunden. Diese meinten, es sei okay und sie würden mich akzeptieren. Einige Zeit später begann ich dann auch, mir Schminke und Frauenkleidung zu kaufen und es fühlte sich gut an. Die Leute in der Schule verstanden das und alle unterstützten mich – bis heute. Von der Schulleitung bis hin zu den Schüler*innen.

Ich glaube, ich spreche im Namen aller Transmenschen*, dass sich einiges ändern muss. Das wünsche ich mir, denn wir alle sind doch Menschen*, ich als Frau und Du als was auch immer Du sein willst. Das Geschlecht macht da keinen Unterschied.

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