Die Eine Welt-Landeskonferenz: Plötzlich digital!

politikorange berichtet für euch in den nächsten Wochen über die digital abgehaltene Eine-Welt-Konferenz, bei der es um die globale Zivilgesellschaft geht.

Das Redaktionsteam zur Eine-Welt-Konferenz 2020. I Bildcollage: Jugendpresse Deutschland/Philipp Neudert

Eigentlich hätte dieser Artikel schon vor über einem Monat fertig und veröffentlicht sein sollen. Dass das nicht passiert ist, lag weder an zu langen Korrekturschleifen noch an im letzten Augenblick abgesagten Interviews. Dieser Text hätte den Auftakt für die Berichterstattung der politikorange über die Eine-Welt-Konferenz 2020 in Münster bilden sollen. Hier hätten sich Vertreter*innen verschiedenster Non-Government-Organisations (NGOs) über die Erfolge und Hindernisse ihres weltweiten Engagements austauschen können. Das große Thema: die weltweit zunehmenden Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Doch dann kam Corona und damit alles anders, als wir gedacht hatten: global und auch konkret für diese Konferenz. Zuerst wurde sie abgesagt, und wir gingen schon davon aus, dass auch unsere Berichterstattung ebenfalls ausfallen würde. Aber dann ergab sich die Möglichkeit, die Konferenz digital abzuhalten. Schnell stand der Entschluss fest: politikorange wird für euch mit dabei sein – als vollständig digitale Redaktion. Das bedeutet: Physisch haben wir uns noch nie getroffen. Unsere Vorbereitungen, Redaktionskonferenzen und Feedback organisieren wir komplett über digitale Kanäle.

Eine-Welt-Konferenz 2.0. – Digital und interaktiv

Auch in ihrer ursprünglichen Form hätte die Konferenz eine interaktive sein sollen, neben den geladenen Referent*innen sollen sich auch die Teilnehmer*innen aktiv in die Diskussionen einbringen und ihre eigenen Themen vorstellen. Die neue Konferenz wird vom 18. Mai bis zum 19. Juni online stattfinden. Und auch für sie heißt das Motto: Einmischen possible! Viele Vorträge sind vollständig frei verfügbar – jeder und jede kann zuhören, mitmachen, sich einmischen. Im Vorfeld haben unsere Redakteur*innen bereits Gespräche mit Eingeladenen der ursprünglichen Konferenz geführt. Das heißt: Schon bevor die eigentliche Online-Konferenz beginnt, könnt ihr hier Beiträge über die verschiedensten Themen rund um Engagement, NGOs und dem weltweiten Kampf für eine bessere Welt lesen.

Klimawandel und Co. machen trotz Corona keine Pause

Denn trotz Corona bleiben andere globale Themen wie der Klimawandel unverändert aktuell – Themen, denen sich oft gerade NGOs mit all ihrer Kraft widmen. Vor und nach dieser Krise kommt in einer politisch und ökonomisch globalisierten Welt dem zivilgesellschaftlichen Sektor eine wachsende Rolle zu. Dennoch führt uns gerade die derzeitige Krise vor Augen: NGOs können eine Ergänzung und gegebenenfalls eine Unterstützung, aber keinen vollständigen Ersatz für organisiertes staatliches Handeln leisten. Umgekehrt sind es jedoch oft auch die Regierungen, die die Rechte ihrer Bürger*innen verletzen und die Zivilgesellschaft immer weiter einschränken.

Wir müssen reden – über Zivilgesellschaft

Doch wie sehen das die Akteur*innen, die täglich Teil dieses Geschehens sind – also Mitglieder der NGOs und Politiker*innen selbst? Welche Aufgaben kann oder muss die Zivilgesellschaft übernehmen, und wo ist weiterhin der Staat gefragt? Wie können sich NGOs gegen Übergriffe durch staatliche Stellen zur Wehr setzen? Wie sollen umgekehrt Staaten damit umgehen, wenn NGOs von staatlichen Stellen gezielt als Tarnung für ihre eigenen Ziele eingesetzt werden? Gehört zur Zivilgesellschaft auch der zivile Ungehorsam, und wie weit soll, wie weit darf dieser gehen? Wie können sich NGOs nachhaltig finanzieren? Das sind nur wenige der Fragen, denen auf der Eine-Welt-Konferenz leidenschaftlich nachgegangen wird. Und über die wir für euch berichten – vollständig digital.

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