“Die Freiheit von Journalisten ist wichtig”

#jmt18

Oskar Vitlif, Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland, gibt Auskunft zu den FAQs der Jugendmedientage 2018 in Bremen. Die Fragen stellte unsere Redakteurin Zoe Bunje.

Oskar Vitlif, Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland und Mitorganisator der Jugendmedientage 2018 Foto: Jugendpresse Deutschland/Samuel Grösch

 

Was genau sind die Jugendmedientage?

Oskar Vitlif: Die Jugendmedientage sind eine Veranstaltung für junge Leute, die etwas mit Medien zu tun haben. Zum Beispiel Journalisten, Redakteure von Schülerzeitungen, Studenten aus dem Bereich Journalismus und junge Einsteiger bei PR-Agenturen. Wir bieten ihnen an, sich untereinander zu vernetzen, miteinander zu diskutieren, und sich weiterzubilden. Es gibt viele verschiedene Workshop-Angebote. Zusätzlich bieten wir auch Medientouren an, in denen man erfährt, wie große Medienunternehmen arbeiten. Dort kann man gut Kontakte für Praktika und Volontariate knüpfen.

Welche Medienunternehmen sind dieses Jahr bei den Jugendmedientagen dabei?

Da gibt es einige. Bei den Medientouren sind wir beispielsweise bei der Deutschlandvertretung von Google und bei Facebook zu Gast. Wir bieten die Möglichkeit bei Gruner + Jahr, dem Zeitschriftenverlag, der die GEO und den Stern macht, oder beim ZDF Landesstudio Bremen vorbeizuschauen. Und natürlich sind wir auch beim WESER-KURIER.

Und welche Workshops werden angeboten?

Es gibt zum Beispiel einen Workshop zum Thema: „Instagram für Journalisten“. Dort lernen die Teilnehmenden, wie sie mit Stories und Posts eine journalistische Geschichte erzählen können. Cool ist auch der Workshop „Mobile-Reporting“. Da geht es darum, Filme und Videos zu produzieren, zu schneiden und den Ton aufzunehmen. Letztendlich sollen die Teilnehmenden einen kompletten Clip nur mit dem Handy produzieren. Ein weiteres Angebot sind unsere Erzählcafés. Da kommen junge Medienprofis, mit denen man sich austauschen kann. Einer von ihnen ist Philipp Walulis. Der macht ein Medienmagazin für Funk auf Youtube, in dem er einen Einblick in aktuelle Fernsehthemen gibt.

Sie sind gemeinsam mit Jonas Kunze, der ebenfalls im Bundesvorstand der Jugendpresse ist, für das diesjährige Motto „Bewegt(e) Grenzen – Raise your Voice!“ verantwortlich. Wie sind Sie darauf gekommen?

Wir schauen uns jedes Jahr an, was die Medienlandschaft bewegt. Denn das Bild, das wir von der Welt haben, ist stark dadurch geprägt, was wir in den Medien erfahren. Die wenigsten Leute von uns waren wirklich in Syrien oder dem Nahen Osten oder in afrikanischen Ländern. Wir bekommen unsere Informationen von Medienmachern, die vor Ort Leib und Leben riskieren, um uns zu zeigen, was auf der Welt passiert. Dieses Jahr wollen wir vergleichen, wie Pressefreiheit in Deutschland und im Ausland aussieht und was das für uns bedeutet. Uns ist wichtig, wie wir mit Medien, Journalisten und anderen Medienmachern umgehen, die da für uns im Einsatz sind. Wir verdanken ihnen sehr viel, bekommen aber von ihrer Situation nicht viel mit.

 

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Yalla Media Akademie, eine Kooperation zwischen der Jugendpresse Deutschland und dem Verein Eed be Eed (“Hand in Hand”) aus Berlin. Der Text erschien zuerst in der Printausgabe des Weser-Kuriers.

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