Müll kennt keine Grenzen: Besteuerung von Plastik?!

Ob der Plastikmüllberg nach der letzten Grillparty, verendete Tiere mit Kilos von Plastik im Inneren oder Einwegplastikflaschen an Flussufern und in Straßengräben – die Bilder bekommt man nicht mehr so leicht aus dem Gedächtnis. Aber was spricht dafür und dagegen den Plastikkonsum in unserer Gesellschaft über eine zusätzliche Steuer zu verringern und damit den bereits existierenden Folgen Einhalt zu gebieten? 

CONTRA


Steuern auf Produkte aus Einweg-Plastik klingen zunächst nach einer guten Idee. Die Verbraucher würden durch die erhöhten Preise weniger dieser Produkte kaufen und dadurch eher zu umweltfreundlicheren Alternativen greifen. Wird aber insgesamt wirklich weniger Plastik gekauft? Die Steuer wird nämlich nicht unbedingt direkt beim Verbraucher, sondern in der Herstellung beim Anbieter wirksam. Weiterhin wird das Produkt durch die Steuer nur minimal teurer, also trotzdem noch günstiger, als die Alternativen. Der Anbieter würde sich in jedem Fall für die günstigste Alternative entscheiden: Plastik. Wer also Plastik will, der bekommt Plastik. Außerdem stellt sich die Frage ob überhaupt genug Alternativen zur Verfügung stehen. Davon stehen viele erst noch in der in der Entwicklung und sind noch gar nicht für den Gebrauch geeignet. Es wäre also sinnvoller, die Steuern in die Forschung für innovative Entwicklung zu investieren. Es muss sich etwas ändern,  absolut, 100 Prozent – aber bitte auf dem richtigen Weg. Europa alleine könnte an der derzeitigen Lage nicht viel ändern, denn Müll kennt keine Grenzen!

PRO


Ein Bewusstsein für die Endlichkeit der Ressourcen schaffen, den Verbrauchern zeigen wozu ihr Verhalten führt: Die Besteuerung von Plastik weist auch viele positive Seiten auf. Da der Kreislauf der Umweltverschmutzung immer schlimmer wird, könnte man durch die Besteuerung das Verbraucherverhalten der Bürgerinnen und Bürger vorteilhaft ändern und die Verschmutzung so minimieren. Dennoch ist das Ziel der Steuer nicht die komplette Abschaffung von Plastik, sondern die Reduzierung von unnötigem Abfall. Unternehmen, die ihr Produkt in alternativen Verpackungen anbieten, bekommen auf diese Weise eine Chance auf dem europäischen Markt. Die Steuergelder würden in richtige Plastikentsorgung investiert werden, sodass der restliche Plastikmüll umweltfreundlich entsorgt wird und man die Umwelt und auf diese Weise nicht weiter strapaziert.
Eine europaweite Regelung hätte einen großen Einfluss auf das Gesamtbild. Die EU sollte als Vorbild vorangehen, denn so ziehen weitere Staaten und im Endeffekt sogar Kontinente mit.

 

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