Hitzige Diskussionen über artgerechte Tierhaltung

Die Politikerin Sylvia-Yvonne Kaufmann und die Politiker Frank Zimmermann und Michael Cramer beziehen Stellung zu Schülervorschlägen zum Thema Ernährung in der EU. Mareike Mohnstein hat mitgeschrieben.

Für viele Teilnehmenden des Europäischen Jugendforums 2018 ist ein großes Ziel die Verbesserung der Tierhaltung, also die Abschaffung von Massentierhaltung, sowie das Verbot von Hormonen und sogenannten präventiven Anzibiotika bei der Tierhaltung. India (15) und David (15) vom Schiller-Gymnasium in Berlin-Charlottenburg wünschen sich dies und sprechen sich mehr noch weitgehend für die Abschaffung von Massentierhaltung aus, auch wenn sie diese aktuell noch für unrealistisch erachten.

Was sagen erfahrene Politiker und Politikerinnen dazu?

Die Abgeordneten stellen zuerst einmal die Frage, wie dieses Projekt realisiert werden soll. Während Sylvia-Yvonne Kaufmann (SPD) dieses Vorhaben für schwer realisierbar hält, gibt sich Michael Cramer (Grüne) optimistischer. Das stärkste Gegenargument in der Diskussionen mit den beiden Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Frank Zimmermann (SPD), Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses: Das Projekt sei nicht realistisch, weil eine enorme Umstellung der Ernährung in der gesamten Gesellschaft stattfinden müsste. Ob diese bereit sei, sich in ihrem Konsumverhalten umzustellen, darf bezweifelt werden.

Ein weiterer Wunsch, den Hagen (16) vom Willi-Graf-Gymnasium und Annika (18) vom Lette-Verein Berlin vorgestellt haben, ist die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist, sollen günstiger verkauft oder an Institutionen wie die ,,Tafel“ gespendet werden – unter der Voraussetzung, dass die Lebensmittel als abgelaufen gekennzeichnet sind. Aufgrund der Nachhaltigkeit dieses Vorschlages befürworten die drei Abgeordneten dies einhellig.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Die Position der Gruppe Massentierhaltung wurde hier nicht korrekt wiedergegeben. Anders als hier dargestellt, haben wir uns nicht eindeutig gegen die Massentierhaltung ausgesprochen, da wir eine komplette Abschaffung für unrealistisch halten. Wir haben uns lediglich für die Verbesserung des Tierwohls in der Massentierhaltung ausgesprochen. Damit deckte sich unsere Position weitgehend mit der von Frau Kaufmann.
    Liebe Grüße
    David vom Schiller Gymnasium

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