Veggie-Essen meets Steuererklärung auf der #JuKo17

#JuKo17

Lebensnaher Schulunterricht, mehr Lehrkräfte und mehr veganes Essen in Deutschland – die Jugendlichen erarbeiten Lösungsansätze, um gegen Ungleichheiten in der Gesellschaft anzukämpfen.

Die Teilnehmenden tauschen sich über ihre eigenen Erfahrungen mit Ungleichheiten aus. Foto: Janine Ponzer

Die Arbeitsgruppe „Chancengleichheit“ der Jugendkonferenz beschäftigte sich mit Gleich- und Ungleichheiten von jugendlichen Lebenswelten. Nach anfänglicher Begriffsklärung stellten sich die Teilnehmenden die Frage, wie benachteiligte Menschen konkret ihre Einschränkungen überwinden können. AG-Teilnehmerin Rebecca Braun findet, dass sich „nur in Gruppen als Gemeinschaft etwas ändern“ kann und Einzelpersonen nur wenig Einfluss haben.

 

In einer ersten kleinen Verschnaufpause wurde getreu dem AG-Thema über Ungleichheiten bei veganen Essensangeboten in den unterschiedlichen Städten der Teilnehmenden diskutiert. Weitere Ungleichheiten, die speziell junge Menschen betreffen, wurden in einer gemeinsamen MindMap zusammengetragen und auf die vier großen Themengebiete (Aus-)Bildungsgerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Teilhabe und Integration heruntergebrochen. Im Plenum erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Lösungsvorschläge, wobei besonders das Thema Chancengleichheit im Bereich der Bildung und Ausbildung reges Interesse weckte.

 

Brainstorming für eine „jugendgerechtere“ Welt

Mithilfe von Meinungskarten wurde gesammelt, was aus jugendlicher Perspektive am Bildungssystem im Deutschland nicht gerecht ist. Problemfelder sieht die AG beispielsweise im Lehrkraftmangel, in den vielen unterschiedlichen Bildungsinhalten der Länder und beim Thema Inklusion an Schulen. AG-Teilnehmerin Lea Schweckendieck kritisierte vor allem das Fehlen von lebensnahen Inhalten im Schulunterricht, wie etwa dem Steuersystem von Deutschland. „Man ist auf seine Eltern angewiesen, um das vermittelt zu bekommen“, bemängelt Lea und schlägt vor, dass wichtige Themen unabhängig von sozialem Umfeld und Elternhaus den Jugendlichen beigebracht werden sollten.

Visualisierung der Ungleichheiten in unserer Gesellschaft. Foto: Janine Ponzer

Auf Flipcharts wurden die Ergebnisse visualisiert und gemeinsam für die Abschlusspräsentation aufbereitet. Von allgemeinen Ansätzen wie Integration und Inklusion fördern bis hin zu konkreten Vorschlägen wie kostenlosen Mahlzeiten an Schulen und Universitäten brachten die Jugendliche viele Ideen ein. Im Rahmen ihres politischen Engagements wollen sie diese verwirklichen und somit eine Gesellschaft schaffen, in der Chancengleichheit herrscht.

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