Jugend trifft Politik – von Jamaika nach Berlin

#JuKo17

Polit-Talk à la Anne Will: Jugendpolitiker und Jugendpolitikerinnen stellen sich den Fragen der Teilnehmenden während der #JuKo17. Für Gesprächsstoff sorgten vor allem die Ergebnisse der Bundestagswahl, Inklusion an Schulen und die Alternative für Deutschland. 

Die Jugendpolitiker stellen sich den Fragen der Teilnehmenden. Foto: Janine Ponzer

Der erste Abend der Jugendkonferenz begann in einer angeregten Atmosphäre. Die Teilnehmenden diskutierten im Kontext der vergangen Bundestagswahlen mit den Vertretern und Vertreterinnen der Jugendparteien. Zuvor präsentierten die Organisationen der „U18-Wahl“ und der „Juniorwahlen“ die Abläufe und Ergebnisse der kürzlich veranstalteten Wahlen für junge Menschen. In einer Gegenüberstellung mit den Ergebnissen der Bundestagswahl wurden die Interessen der Jugendlichen veranschaulicht. Daraufhin wurde eine Fishbowl Diskussion eröffnet, die sofort mit der brisanten Frage nach einer möglichen Jamaika-Koalition zwischen der Union, der FDP und den Grünen startete. Bei Themen wie der Legalisierung von Cannabis herrschte Einigkeit zwischen der Jungen Liberalen und der Grünen Jugend. Auch Kevin Hänel von der Jungen Union sieht in einer möglichen Zusammenarbeit Potenzial im Bezug auf die Digitalisierung der Schulen und bezeichnete Jamaika als „Chancenkoalition“.

Andere Punkte hingegen sorgten für hitzige Debatten zwischen den einzelnen Parteien. „Jamaika kann man nicht schön kiffen“ sagte Louisa Hattendorff (Grüne Jugend) und verwies auf die unterschiedliche Positionen zu Abschiebungen in Krisenregionen. Ebenso sorgte das Thema Inklusion in Schulen für einen Disput. Auch die Jugendlichen, welche mittels Meinungskarten ihre Zustimmung oder Ablehnung deutlich machen konnten, zeigten reges Interesse für das Thema. Die Junge Union plädierte für getrennte Schuleinrichtungen, wohingegen sich die Grüne Jugend und die Linksjugend klar für einen gemeinsamen Unterricht positionierten. Kevin Kühnert von den Jusos findet, dass sich die Einstellung der Menschen ändern sollte: „Für Inklusion ist ein Kulturwandel in der Gesellschaft erforderlich“.

Die Jugendlichen beteiligen sich aktiv am Diskurs. Foto: Milan Bath

Natürlich spielte die AfD aufgrund der aktuellen Wahlerfolge eine wichtige Rolle. Damit einhergehend mussten sich die Parteien die Frage stellen, ob ihnen die Bürger und Bürgerinnen noch vertrauen. „Wir müssen die Probleme der Menschen noch besser verstehen“ setzt sich Kevin Hänel zum Ziel. Die AfD hatte an diesem Abend keine Chance selbst Position zu beziehen und die Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Auf unsere Nachfrage begründete die Veranstalterin der Konferenz, Heidi Schulze, dass sie eine Veranstaltung mit „demokratisch orientierten Parteien“ führen wolle.
Nach der offiziellen Gesprächsrunde nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich persönlich und vertiefend mit der Jugendpolitikerin und den -politikern auszutauschen und Anregung für die bevorstehenden Arbeitstage zu sammeln.

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