Die Teilnehmenden des 10. Jugendforums Stadtentwicklung haben im Ministerium ihre Ideen rund um die Thematik Zukunft der Kleinstadt präsentiert. Nach einem vollen Wochenende geht es für alle zurück aufs Land.

Foto: Jonas Walzberg

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Drei Präsentationen voll mit neuen Ideen, Lösungsvorschlägen und Zukunftsperspektiven runden das 10. Jugendforum Stadtentwicklung im November 2016 in Berlin ab. Im Laufe des Wochenendes fanden sich die Teilnehmenden in drei Gruppen zusammen, die sich intensiv mit den Themen Beteiligung, Infrastruktur und Leerstand beschäftigten. Mit den ausgearbeiteten Ideen ging es am letzten Tag in das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Nachdem der Besprechungsraum bestaunt wurde, schlug die neugierige Ehrfurcht bei den Jugendlichen in eine ausgelassene Stimmung um. Vor allen Teilnehmenden wurden Mikrofone am Tisch befestigt, Tassen und Gläser und Namensschilder standen an jedem Tisch bereit. „Ja, wie bei den Sitzungen im Fernsehen“, stellte eine Teilnehmerin fest. Eine andere befürchtete: „Wenn wir uns so aufführen, dann laden die uns nicht mehr ein.“ Doch mit der Ankunft der Mitarbeitenden des Ministeriums wurde es ruhiger und die Angst stellte sich als unbegründet heraus: Am Ende der Veranstaltung betonten Staatssekretär Gunther Adler und die Abteilungsleiterin Brummer-Kohler, dass sie sich über weiteren Austausch freuen würden. Besonders die Vorschläge zum Umgang mit Leerstand stoßten auf großes Interesse. Der Blick auf Leerstand als Möglichkeitsraum für unterschiedliche Projekte brachte Ideen wie die Gestaltung einer interaktiven Website mit Leerstandsmelder, Kontaktmöglichkeiten mit Expertinnen und Experten für Austasch und Beratung mit sich. Der Staatssekretär lobte die zahlreichen Ideen und die professionellen Präsentationen.

Foto: Jonas Walzberg

Die Teilnehmenden des Jugendforums Stadtentwicklung; Foto: Jonas Walzberg

An das durchwegs positive Feedback der Teilnehmenden schloss eine allgemeine Befürwortung von direktem Austausch, wie sie ihn am Wochenende erlebt haben, an. Der Kontakt mit anderen habe Möglichkeiten der Vernetzung geboten, was von den Teilnehmenden als bereichernd empfunden wurde. Ob, wann und wie viel von den Vorschlägen umgesetzt werden wird, ist schwer abzusehen. Für die Jugendlichen zumindest stand fest: Das Ministerium wurde durch den direkten Kontakt zumindest greifbarer und es blieb bei vielen das Gefühl, gehört worden zu sein.

Am Ende des 10. Jugendforums für Stadtentwicklung ist nun in mehrfacher Hinsicht Land in Sicht. Für das Ministerium, welches die Erfahrungen und Ideen der Jugendlichen aus Dörfern und Kleinstädten unmittelbar in die Großstadt brachte. Für das 10. Jugendforum, welches nun zumindest in dieser Form endete und für die Teilnehmenden selbst, die die Hauptstadt nun wieder gegen ihre Wohnorte auf dem Land eintauschen.

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