Die Niederlande haben spannende Autoren

Jet Bussemaker, die niederländische Bildungsministerin, spricht im Interview mit den Schüler-Reportern des „Klassenzimmer der Zukunft“ auf der Buchmesse Frankfurt über das breit gefächerte Angebot niederländischer Literatur.


Dieses Jahr lauten die Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse die Niederlande und Flandern. Zu diesem Anlass besucht uns im Klassenzimmer der Zukunft die niederländische Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Jet Bussemaker.

Wer kennt schon die niederländische Literatur? Anscheinend nur wenige, denn selbst im Internet finden sich wenige Infos zur „dutch literature“. In den Niederlanden selbst sind deren Autoren bekannt, aber über die Landesgrenzen hinaus schaffen es nur wenige. Dies liegt teilweise daran, dass die Autoren selber weniger Interesse zeigen oder gezeigt haben, ihre Werke auch in Deutschland und Co. zu verbreiten. Das ändert sich gerade.

Mariette Bussenmaker, die Kulturministerin des Landes, hat in der Politik bereits eine lange Laufbahn. Die studierte Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Politische Theorie befasst sich seit langem mit dem Thema Frauenrechte und ihrer Gleichstellung in der Politik. Von 1998 bis 2007 war sie in der zweiten Kammer der Generalstaaten, außerdem war sie von 2010-2011 Rektorin der Hochschule Amsterdam und über längere Zeit Staatssekretärin.

Sie beantwortete uns einige Fragen zur niederländischen Literatur. Wie andere Länder haben auch die Niederlande verschiedenste Literaturgattungen. Von Märchen bis hin zu epischen Fantasiegeschichten findet sich alles. „Dann gibt es viel experimentelle Literatur. Die junge Generation schreibt gerade sehr aufregende Bücher. Da ist alles dabei, von historischen Romanen bis zu aktuellen Themen wie der Migrantenfrage.“ Hier hat Bussemaker einen heißen Tipp für junge Leser: „Mona Bousakour, ein Marrokaner, der in Amsterdam lebt. Er erzählt sehr hart über das Leben als Migrant unter lauter Migranten in einer großen, fremden Stadt.“

Die niederländische Bildungsministerin ist überzeugt, dass unsere behauptete Unkenntnis über „dutch literature“ bald überwunden sein wird: „All die vielen jungen Autoren werden auch ins Deutsche übersetzt. Schließlich sind die Niederlande Ehrengast dieser Frankfurter Buchmesse“.

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