Bücher als Medizin – geht das?

Der Buchdoktor auf der Frankfurter Buchmesse hilft das Leiden seiner Patienten mit Büchern als Medizin zu lindern. wir haben uns das näher angeschaut.

Sprechstunde beim Buchdoktor. Foto: Schülerredaktion

Sprechstunde beim Buchdoktor. Foto: Schülerredaktion

Zu viel Arbeit, zu viel Stress und dazu noch Familie? Evelyn aus den Niederlanden sucht Medizin für ihren kranken Freund. Keine Tabletten. Evelyn sucht eine Buchempfehlung. Bei Simone S., der Buchdoktorin auf der Frankfurter Buchmesse.

Die Buchdoktoren sind Übersetzer oder Schriftsteller, die schon viele Bücher gelesen haben und folglich viel empfehlen können. Wir finden sie in weißem Kittel auf der Agora, dem zentralen Platz im Zentrum der Messe. Marc Barteling steht den Besuchern bis 13 Uhr zur Verfügung. Er und seine Assistentin Valerie geben Passanten die Möglichkeit, ihr eigenes Lieblingsbuch in Form eines Viedeos zu veröffentlichen, mit ihrer Empfehlung zur Linderung eines Leidens.
Diese Videos findet man auf Youtube.

Die Buchpatientinnen. Foto: Schülerredaktion.

Die Buchpatientinnen. Foto: Schülerredaktion.

Um 13 Uhr wechselt die Sprechstunde. Stündlich kommen jetzt neue „Buchdoktoren“, die einem zur Verfügung stehen. Simone S. ist Eine von ihnen. Sie übersetzt Bücher aus dem Englischen und Niederländischen ins Deutsche, zuletzt das Kriegstagebuch der Klaartje de Zwarte-Walvisch, die in einem Konzentrationslager in Polen umkam.

Jetzt sitzt Doktor Simone der Patientin Evelyn aus den Niederlanden gegenüber, die für ihren kranken Freund die heilende Lektüre sucht.

Zuerst empfiehlt Simone mehrere Bücher, bis sie schlussendlich bei einem Buch bleibt. Passend für den kranken Freund ihrer Besucherin findet sie das optimistische, jedoch auch ernste Buch der Autorin Renate Dorrestein, „Mijn zoon heeft een Seksleven, en ik lees mijn moeder Roodkepje voer“, was so viel heißt wie „Mein Sohn hat ein Sexleben und ich lese meiner Mutter Rotkäppchen vor“.

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