Im Portrait: Die 24-Stunden-Frau

Auf dem Jugendforum debattieren keine Nobodys. Die Teilnehmer*innen engagieren sich auf verschiedenste Art und Weise. Wir stellen jeden Tag ein*e von ihnen vor. Heute: Amanda, Mitglied der Jungen Islam Konferenz, im Jugendbeirat des Netzwerks „jup.de“, Teilzeitstudentin des „Europäischen und Deutschem Asylrechts“, FÖJ’lerin bei einer Nichtregierungsorganisation, Mitorganisatorin des Berliner Jugendforums 2015 und, und, und…

Amanda erzählt, wie wichtig ihr ehrenamtliches Engagement ist (Foto: Benedikt Bungarten)

Amanda erzählt, wie wichtig ihr ehrenamtliches Engagement ist (Foto: Benedikt Bungarten)

Und die Dame ist erst 18 Jahre alt. Ursprünglich kam sie mit ihrer Familie 1998 nach Deutschland. Doch das Asylrecht liegt ihr nicht bloß aufgrund ihrer eigenen Herkunft am Herzen. Sie selbst sagt, dass sie mit Bedauern immer wieder feststellen muss, dass bei geflüchteten Menschen kaum der Augenmerk auf den Personen selbst liegt: „Mir hat mal ein Flüchtling erklärt: ‚Ich bin immer der Syrer. Ich bin nicht ein junger Mann. Ich bin kein Fußballfan. Ich bin immer der Syrer.‘ Und das finde ich so traurig. Das tut mir weh.“. Vielleicht hat sie es sich auch daher zur Aufgabe gemacht, so viele Menschen wie möglich zu mobilisieren. Erst kürzlich gestaltete sie eine Themeninsel unter dem Aspekt „Faire Umwelt“ auf dem Berliner Jugendforum, welches parallel zu dem Jugendforum Stadtentwicklung stattfand.

Projekte, Studium und FÖJ

Wenn Amanda nicht gerade unterschiedliche Projekte besucht und unterstützt, arbeitet sie im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres für eine Nichtregierungsorganisation und studiert einmal die Woche „Europäisches und Deutsches Asylrecht“. Wenn sie diesen Kurs ein Jahr lang belegt hat, darf sie sich selbst ehrenamtliche Asylberaterin nennen. Außerdem nimmt sie an den Sitzungen der Jungen Islamkonferenz teil. Besonders hieran findet sie vor allem die Ausrichtung der Konferenz: „Wir beschäftigen uns nicht mit religiösen Fragen, sondern mit der Akzeptanz drum herum. Wir beschäftigen uns mit Minderheiten im Allgemeinen.“

24 Stunden an sieben Tagen der Woche aktiv

Wenn man Amanda über sich erzählen hört, fragt man sich, ob da überhaupt noch Zeit für ein Privatleben bleibt. Sie selbst bestätigt, dass sie eigentlich komplett mit ihren vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten ausgeplant ist. In ihrer „Freizeit“ treibt sie sich in Sozialen Netzwerken herum um Teiler*innen von Hasspropaganda zur Strecke zu bringen. An Abenden und Wochenenden nutzt Amanda die Zeit besonders intensiv für ihre vielen Engagements.

„Probieren geht über Studieren“

Was sie später genau werden will, kann sie noch nicht sagen. Daher entschied sie sich auch für das Freiwillige Ökologische Jahr. Um einen Studiengang für sich zu finden, der einen Bildungsnutzen hat und auch Amandas viele Interessen vereint, probiert sie nun vieles aus. „Ich finde, Probieren geht über Studieren.“, so Amanda selbst. Im kommenden Sommer plant sie erstmals auch eigene Projekte um viele Menschen zu mobilisieren. Unter anderem plant sie ein Eier-Braten auf öffentlichen Plätzen, welches auf die Versiegelung durch Bebauung aufmerksam machen soll.

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