Tiefe, Texte und verschiedene Kulturen

Unter dem Motto „West Orient Spoken Words“ fand am Freitagabend der Poetry-Slam statt. Organisiert wurde er von zwei Studentinnen, die sich letztes Jahr auf den Jugendmedientagen kennengelernt hatten.

Betül Demir spricht über die Uni, Stress, Erfolg und Versagen. Und dem Verlangen allen gerecht werden zu wollen.

Betül Demir spricht über die Uni, Stress, Erfolg und Versagen. Und dem Verlangen, allen gerecht werden zu wollen. (Foto: Florian Timpe)

Susan Zare tritt auf die Bühne und die Menge wird langsam ruhig. In ihrer sanften Stimme begrüßt die Moderatorin die Zuschauer und klärt gleich die wichtigste Frage: Was bedeutet dieses Motto? Susan sagt: „Poetry Slam wird immer ein bisschen mit Konkurrenz verbunden. Es geht darum, wer den meisten Applaus bekommt. Aber wir wollen sagen: Jeder ist gleich viel wert. ,West orient‘ spielt auf verschiedene Kulturen an, die wir heute Abend vermischen wollen.“ Das Motto wurde umgesetzt. Schon die erste Slammerin, Nura Afna Samandari, kommt aus dem Iran, hat einen britischen Pass und sprach auf Deutsch über den (Un)Sinn von Grenzen.

„Es geht nicht um mich, sondern um das, was ich sage“

Betül Demir setzte sich – wie schon letztes Jahr – auf den Boden und trug dann ihren Text vor. „Es geht nicht um mich, sondern um das, was ich sage“, erklärte sie. Gemeinsam mit Lisa Jureczko hat sie den Poetry Slam organisiert. Die beiden kennen sich erst seit einem Jahr, denn zum ersten Mal getroffen haben sie sich auf den vergangenen Jugendmedientagen in Frankfurt. „Da haben wir festgestellt, dass wir beide in Köln studieren“, sagt Lisa.

Die Band begeisterte mit Cover-Songs. (Foto: Florian Timpe)

Die Band begeisterte mit Cover-Songs. (Foto: Florian Timpe)

Wer auch gesprochen hat, drückte Tiefgang und Menschlichkeit aus. Zwischen den Gedichten spielte eine Band, die noch keinen Namen hat. Percy, Ronja und Johannes coverten Songs und interpretierten sie in ihrem eigenen Stil.

Zwischen Humor und Nachdenken

Zum Schluss gab es sogar noch etwas Comedy. Bei Babak Ghassim, dem Gründer von Rebell Comedy, war die Vorrede länger als das Gedicht. Er erzählte zunächst ein paar Anekdoten zu seinem verstorbenen Opa und trug dann seinen Text vor. Der handelte natürlich auch von seinem Opa und davon, wie es ist, im Alter zu immigrieren.

Ganz am Ende gab es eine kleine Überraschung: Babak kündigte die Moderatorin Susan an, die einen sehr persönlichen Text über die Liebe vortrug. Die Band schloss den Abend  mit einem Cover von „Take me to Church“ ab.

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