„Ich liebe die Vielfalt an meinem Job“

Tolle Referent*innen und bekannte Persönlichkeiten begleiten die Teilnehmer*innen der Jugendmedientage. Mit dabei: Roberta Bieling, die eine Woche im Monat das RTL-Mittagsmagazin Punkt 12 moderiert. Unsere politikorange-Redakteurin Alina Welser hat sie getroffen.

RTL_Bieling_Roberta_#04

Roberta Bieling, Moderatorin beim RTL-Mittagsmagazin, rät Nachwuchsjournalist*innen zu Einblicken in die Praxis (Foto: RTL)

Wie sind Sie zum Fernsehen und im Speziellen zu RTL gekommen?

Schon während meiner Schulzeit entwickelte sich in mir der Wunsch, später etwas mit Medien zu machen. Nach dem Abitur studierte ich dann Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Bochum. Während dieser Zeit absolvierte ich viele Praktika. Die anderen aus meinem Studium redeten immer sehr theoretisch, ich war da immer eher der praxisorientierte Mensch. Meiner Meinung nach hatte das Gerede nichts mit der realen Produktionswelt zu tun. Bei meinen Praktika fuhr ich dann zum Beispiel mit dem Kamerateam zur Produktion mit und schaute mir das Ganze aus der Position hinter der Kamera an. Irgendwann bekam ich dann einen Volontariats-Platz bei Teuto Tele. Teuto Tele gehört zu RTL plus, und so kam ich dann zu RTL. Nachdem ich eine zeitlang als Gerichts- und Polizeireporterin unterwegs war, erstellte ich Lifestyle-Beiträge für das RTL Mittagsjournal. Und dann nahm alles seinen Lauf.

Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?

Ich könnte nicht den ganzen Tag im Büro sitzen. Ich liebe die Vielfalt an meinem Job, immer woanders sein zu können. Nebenbei lernt man sehr viel, weil man sich mit sehr vielen Themenbereichen beschäftigt. Und die Themen an sich sind natürlich super spannend und vor allem abwechslungsreich.

Dürfen Sie denn bei der Auswahl der Themen selber entschieden?

Wir, die Redaktion und ich, machen das gemeinsam. In der Redaktionssitzung jeden Morgen um sieben wird entschieden, was wir am Mittag zeigen wollen. Wir trennen dann die Dinge, die wir unbedingt zeigen wollen von denen, die wir nicht so wichtig finden. Selten gibt es auch Vorgaben der Geschäftsführung. Das geschah zum Beispiel vor wenigen Monaten im Fall des toten Flüchtlingsjungen am Strand.

Was halten sie vom Berufswunsch Fernsehjournalist*in und im Speziellen Moderator*in?

Ich würde nicht Moderator als mein Berufsziel angeben. Ich denke, das ergibt sich einfach. Es ist sehr wichtig, Ahnung über einen bestimmten Themenbereich zu haben. Dann fühlt man sich auch sicherer vor der Kamera und man wirkt souveräner. Man sollte außerdem wirklich das Bedürfnis haben, über etwas berichten oder schreiben zu wollen.

Was für Tipps haben Sie für junge Journalist*innen?

Das Beste ist es, viele Praktika zu machen. So bekommt man Praxiserfahrung und das ist das Wichtigste. Man lernt außerdem, was einen wirklich interessiert und auch vor allem, wofür man Talent hat. Die Praktika sollte man lieber bei kleinen Zeitungen und Studios machen, da einem dort mehr Aufgaben zugeteilt werden und man so einen besseren Einblick bekommt. Bei mir war es oftmals so, dass ich überrascht war, wie viele Aufgaben mir die Redakteure zuteilten. Sie hatten sehr viel Vertrauen in mich und ich glaube, durch die viele Praxis bin ich dann auch zunehmend besser geworden.

 

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

 

Menü