Wer hat hier die Kontrolle?

Kennst du das Gefühl, dass dir dein Handy fehlt, weil der Akku mal wieder leer ist und du vergessen hast, es rechtzeitig aufzuladen?

Kontrollierst du die Technik - oder kontrolliert die Technik dich? (Foto: Tobias Mittmann, jugendfotos.de, CC-BY-NC 3.0)

Kontrollierst du die Technik – oder kontrolliert die Technik dich? (Foto: Tobias Mittmann, jugendfotos.de, CC-BY-NC 3.0)

Das Handy ist unser nächster Begleiter, kaum ein anderes Gerät tragen wir so viel bei uns wie das Handy. Es ist der Inbegriff der digitalen Welt, denn es verbindet fast alle digitalen Objekte: Digitale Medien sind auf ihm abrufbar, man kann lernen, kommunizieren und eigentlich kann der kleine Weggefährte auch alles andere.

Das führt dazu, dass wir das Handy immer mehr nutzen, von der Kommunikation mit der Familie bis hin zur Planung des nächsten Urlaubs. In ihm halten wir wichtige Termine und Erinnerungen an Medikamenteneinnahmen fest. Wir nutzen es, um Freundschaften aufrechtzuerhalten und um mit Geschäftskollegen zu kommunizieren. Kurz gesagt: Um unser Leben unter Kontrolle zu halten.

Kein Wunder, dass es sich immer größerer Beliebtheit erfreut und auch die Bereitschaft, sich ein solches Gerät zuzulegen, immer weiter wächst: Von Januar 2009 bis Mai 2014 hat sich die Zahl der Smartphone-Nutzer mehr als versechsfacht. Denn nicht mehr nur junge Leute nutzen die Geräte, sondern auch immer mehr Ältere werden vom Nutzen der technischen Erfindung in ihren Bann gezogen.
Oft nutzen heute selbst Senioren ein Smartphone, um mit ihren Kindern und Enkeln zu kommunizieren und sich Fotos zusenden zu können. Des Weiteren finden Smartphones immer mehr Anwendung im privaten Bereich. Während sie zu Beginn vor allem für die geschäftliche Planung und Kommunikation genutzt wurden, verwischt die Grenze zwischen der Nutzung digitaler Medien im privaten und im beruflichen Bereich immer stärker. Im privaten Handy werden nun Firmentermine gespeichert und die Anrufe auf das Telefon im Büro werden auf das private Handy weitergeleitet.

Kontrolle oder Abhängigkeit

Den Umgang mit Smartphones und Computern auf technischer Ebene zu beherrschen, ist heute Pflicht. Aber der Umgang mit den digitalen Medien auf persönlicher Ebene fällt vielen immer schwerer. Immer mehr Menschen machen sich abhängig von dem mobilen Begleiter.
Wenn ein Handy verloren geht, kann es schnell zum Identitätsdiebstahl missbraucht werden. Fremde können einige unserer intimsten Geheimnisse erfahren und es kann sogar passieren, dass der Besitzer des Handys so abhängig ist von seinem Gerät, dass er seine Termine und Medikamente vergisst.

Der Umgang mit den digitalen Alleskönnern ist mit Vorsicht zu genießen, denn wie bei allem ist auch hier nach dem richtigen Maß gefragt. Nicht das Handy sollte dich kontrollieren, sondern du das Handy! Wer ist bei dir der Herr? Du oder das Handy?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

 

Menü