Leben: Ein Plädoyer fürs Abschalten

Lieber mal Sonne genießen - wie diese beiden Käfer in Südfrankreich  Foto: DAC 81/ flickr.com

Lieber mal Sonne genießen – wie diese beiden Käfer in Südfrankreich
Foto: DAC 81/ flickr.com

Das mit dem Thema Strom ist ja schon ein kleines Dilemma. Jetzt soll er nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch noch politisch korrekt. Wenn es doch nur einen Weg geben würde, einen hundert Prozent umweltverträglichen und über jeden Zweifel erhabenen Strom zu produzieren! Dann könnte alles einfach sein.

Das ist es aber nicht. An jeder uns bekannten Methode der Stromerzeugung gibt es etwas auszusetzen. Weltweit streiten sich Experten zudem schon seit Jahrzehnten, welche Methode diegeringsten negative Auswirkungen auf unser Ökosystem hat.

Strom aus Erneuerbaren ist auch kein Allheilmittel

Klar ist: Die fossilen Brennstoffen sind endlich. Und die Verarbeitung von Kohle, Erdöl und Gas ist mit massiver Luftverschmutzung verbunden. Schon allein deshalb wird nach Alternativen gesucht. Aber aus der Ecke der Erneuerbaren Energien kommen leider auch nicht nur gute Nachrichten. Sie sind mit großen Unsicherheiten verbunden. Hinzu kommt, dass auch sie Schaden am Ökosystem anrichten können. So beeinträchtigen Windräder an bestimmten Standorten Vogelflugrouten. Oder für Biomasse bestehen ganze Felder aus Rapskulturen.

Ganz unabhängig vom Umwelt-Aspekt der Energie rückt zusehend das Verlangen nach moralisch vertretbarem Strom in das Bewusstsein der Menschen. Ein aktuelles Beispiel: Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom russischen Energiemarkt wird in Zeiten der Ukraine-Krise immer größer. Experten sagen voraus, dass sich dieses Bedürfnis in naher Zukunft auch in den Kundenwünschen widerspiegeln wird.

Strom sparen – den Enkeln zuliebe

Kurzum: Es ist wirklich kompliziert. Wie kann ich also in einer industrialisierten Welt mein Leben genießen, ohne dass ich mich dafür schämen muss, den Lebensraum einer Vielzahl von Tieren zu zerstören. Und auf lange Sicht eben auch den meiner Kindern und Kindeskinder.

Etwas kann ich allerdings tun. So banal es klingt: Ich kann Energie sparen. Statt die Rolltreppe zu nehmen und Fahrstuhl zu fahren, laufe ich eben die vier Stockwerke hoch. Ich sollte öfter mal das Fahrrad nehmen anstatt das Auto. Und jetzt im Sommer ist es doch besonders einfach, weil das Wetter zum Rausgehen einlädt. Ich sollte Fernsehen, Computer und Handy auszuschalten und mit Freunden und Familie ins Grüne fahren. So kann ich dann meine Energiespeicher wieder richtig aufladen – mit richtig gutem Gewissen.

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