Unter Krawattenträgern: Frauen in der Energiebranche

Ein Schriftzug gibt nähere Infos zu den Bildern

Obwohl der BDEW eine weibliche Vorsitzende seiner Geschäftsführung hat, zieht die Energiebranche insgesamt bisher noch relativ wenig Frauen an. Nach Informationen des BDEW sind auf dem diesjährigen BDEW Kongress  20 bis 25 Prozent der Teilnehmer Frauen.

Wir haben uns folgende Fragen gestellt:

1.) Was machen diese Frauen auf dem Kongress?
2.) Finden sie es komisch, dass die Energiebranche so männerlastig ist?
3.) Wie kann die Branche für Frauen attraktiver werden?

Und das sind einige Antworten

Christina Meißel, Studentin der Energie und Prozesstechnik an der TU Berlin

„Als Studentin der Energie und Prozesstechnik bin ich echt gewöhnt, unter Männern zu sein und mit Männern zu arbeiten. Ich finde es daher nicht komisch, dass Männer hier in der Überzahl sind. Ich fände es wichtig, dass jene Frauen, die in der Branche schon Fuß gefasst haben, junge Frauen zu ähnlichen Schritten ermutigen. Dazu gehört auch, dass sie ihnen Tipps geben, wie sie nachziehen können.“

Angelique Ziemann, Hostess

„Da ich oft als Hostess auf Messen arbeite, irritiert mich der Anblick von vielen Männern im Anzug nicht mehr. Damit sich in der Branche etwas ändert, sollte man schon Mädchen für technische Sachverhalte begeistern, beispielsweise im Kindergarten. Dann würde man schon bald mehr Rockträgerinnen auf solchen wichtigen Veranstaltungen finden.“

Nora Kamprath Buli, Redaktionsleiterin Deutschland der Nachrichtenagentur Monte AS

„Ich wundere mich nicht über die Dominanz der Männer hier, denn das Problem ist ja bekannt. Ich glaube aber, dass es nicht unbedingt an der Branche selbst liegt, dass man hier kaum Frauen antrifft. Eher liegt es am fehlenden Interesse der Frauen.“

Dorothea Neubauer arbeitet beim Kommunalunternehmen Baiersdorf

„Ich bleibe ziemlich gelassen, wenn ich mir den hohen Männeranteil hier anschaue. Ich bin überzeugt, dass die Frauen sich im Themenbereich Energie mehr zutrauen dürfen. Gleichzeitig muss sich aber auch in den Köpfen etwas ändern.

Susanne Diderich ist Projektleiterin der BDEW Nachwuchsinitiative Studentenpatenschaften

„Die Männerdominanz auf dieser Veranstaltung spiegelt wider, dass die tragenden Entscheider in unserer Gesellschaften meistens immer noch Männer sind. Ich würde mir wünschen, dass Frauen im allgemeinen mutiger und selbstbewusster werden. Die Branche selbst darf lernen, dass Vielfalt wichtig ist. Die Nachwuchsinitiative des BDEW hat schon seit längerem ein Augenmerk auf dieses Problem gelegt und fördert gezielt Frauen.“

 

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