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frisch gepresst

Presstest

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
Medien- oder Märchenland? Wenn wir uns diese Frage stellen müssen, ist klar: Die Medien werden mit Vorwürfen konfrontiert. Die Anschuldigungen kommen aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung, vor allem von Mitgliedern rechtspopulistischer Gruppierungen. Aber auch jenseits dieser Stimmungsmacher und Stimmungsmacherinnen steigt die Zahl der Menschen, die der Presse nicht mehr vertrauen. Jetzt ist es die Aufgabe der Medien, diese Vorwürfe zu widerlegen und Vorurteile abzubauen.

Vor einem kleinen Presstest stand auch die Redaktion dieser Ausgabe von politikorange. Sechs Geflüchtete und neun Jugendliche mit Deutsch als Muttersprache hatten in vier Tagen viel vor: dieses Heft, Online-Beiträge, Videos und Social Media-Posts produzieren. Von morgens bis abends besuchten sie Workshops und Erzählcafés der Jugendmedientage, einem mehrtägigen Treffen von 350 jungen Medienmachern und Medienmacherinnen. Die Redakteurinnen und Redakteure dieses Magazins machten Umfragen, interviewten Experten und Expertinnen und suchten nach den richtigen Worten. Auf Deutsch, Arabisch, Russisch und Persisch. Da kam es schon einmal vor, dass sie zwei Stunden lang einen Text auf Hocharabisch ins Deutsche übersetzten oder Russisch übers Englische ins Deutsche. Dafür war Kreativität, Einfühlungsvermögen und eine große Portion Telepathie nötig.

Und dann war auch das Thema eine Herausforderung: Wie berichtet man als Vertreter oder Vertreterin der Presse über die Vorwürfe, mit denen die Medien konfrontiert werden? Und wie drücken Geflüchtete ihre Gedanken aus, in der Sprache einer Nation, die sie zwar aufgenommen hat, aber in der sie mancherorts nicht erwünscht sind? Die Teilnehmenden haben diese Fragen für sich beantwortet. Und ihre Antworten aufgeschrieben, die ihr in diesem Heft nachlesen könnt.

Hat die Redaktion den Presstest bestanden?

Sandra Schaftner und Laura Hackl (Chefredakteurinnen)


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Lesetipp

Die Printausgabe des ersten Israel-Projektes ist fertig. Auf 16 Seiten lernten unsere Redakteurinnen und Redakteure den israelischen Botschafter in Deutschland Yakov Hadas-Handelsman und den Sprecher der deutschen Bundesregierung Steffen Seibert kennen und portraitierten Volker Beck.

Fernab des politischen Berlins testeten sie kulinarische Köstlichkeiten Israels, besuchten die Gedenkstätte "Stille Helden" und hinterfragten Stereotype und Deutungsmuster wie "Partymeile" auf Berliner und "Nahostkonflikt" auf israelischer Seite. Viel Spaß beim Lesen!


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