Über Smartphones, Cavebook und die Medienwelt

Von wegen langweilige Reden. Der Auftakt der Jugendmedientage 2015 bot viele Geschichten und Tipps aus der Praxis.

„Guten Abend Lügenpresse“, begrüßt Christoph Jumpelt, Pressesprecher der Deutschen Welle, die 350 jungen Leute im Brückenforum in Bonn. Durch die Menge raunt Gelächter. Aber ein bisschen ernst meint Jumpelt es schon. Jeder fünfte Deutsche traue der Presse nicht, habe neulich eine Studie ergeben, erklärt er und trifft damit den Nerv der Veranstaltung. „MachtWorte – Freiheit/Vielfalt/Verantwortung“ unter diesem Motto laufen die Jugendmedientage 2015.

Jumpelt erzählt weiter: Darüber wie Steinzeitmenschen Geschichten gesponnen und an Wände gemalt haben – „Cavebook“ wie er das nennt – und Glaubwürdigkeit. Die wenigen Minuten, die er spricht, füllt er mit Wortwitz und klugen Gedanken. Zum Schluss hat er auch einen Rat: „Macht beharrlich guten Journalismus!“

Während Christoph Jumpelt auf der Bühne redet, werden die Teilnehmer*innen nur von Teelichtern beleuchtet. An langen Tischen sitzen sie in dem festlichen Saal im Brückenforum. Früher am Abend gab es Nudeln zu essen und es war Zeit zum Quatschen. Einige haben sich schon kennengelernt, andere noch ein bisschen unsicher geschaut. Kein Wunder bei so vielen Gesichtern. Niemand weiß, wie die nächsten Tage in Bonn werden. Aber alle sind gespannt.

Probiert alles aus

Christoph Jumpelt ist an diesem Abend nicht der einzige, der was zu sagen hat. Gabriele Klingmüller, Bürgermeisterin von Bonn, leistet sich gleich zur Einstimmung einen sympathischen Versprecher: „Willkommen zu den Jugendmedientagen 2050!“ Schnell rettet sie sich: „Ähh.. 2015 meine ich natürlich. Vielleicht sind Sie ja 2050 auch noch aktiv.“ Außer ihr sprechen Marie Pflüger und Yasmin Laerum von der Jugendpresse und Simon Grothe, der beim Tagesspiegel den Blog „Der Schreiberling“ betreut. Der 20-Jährige hat einen starken, etwas altmodischen Ratschlag: „Steckt die Smartphones weg und schaut den Leuten wieder ins Gesicht! Probiert alles aus und macht, was geht!“

 

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