„CO2-Ausstoß um 20% senken“

Potsdam spielt in der Entwicklungspolitik mit und hat seine eigenen internationalen Klimaschutzprojekte. Das Besondere daran: Entwicklungszusammenarbeit findet eigentlich auf Bundes- und nicht auf Kommunalebene statt.

Cordine Lippert spricht über die Klimaschutzpatenschaft mit Sansibar / Foto: Dennis Beltchikov

Cordine Lippert spricht über die Klimaschutzpatenschaft mit Sansibar / Foto: Dennis Beltchikov

Seit 1995 ist Potsdam Teil des Klima Bündnisses und versucht damit, sich aktiv für globalen Klimaschutz einzusetzen. So wurde beispielsweise ein Gasheizkraftwerk erbaut, wodurch Potsdam ein eigenes kommunales Energiekonzept realisiert hat. Doch damit nicht genug: „Wir möchten in Potsdam den CO2-Ausstoß von 2005 bis 2020 um 20% senken.“ erklärt Dipl.-Ing. Cordine Lippert, Projektleiterin der Klimaschutzpatenschaft zwischen Potsdam und Sansibar. Ja, genau: Eine Klimaschutzpatenschaft mit Sansibar. Wieso nicht erst in Potsdam vor Ort? „Klimaschutz muss auch global angegangen werden. Außerdem arbeiten viele im Potsdamer Klimaschutz aktive Organisationen schon mit Sansibar, da bestanden also bereits Ansprechpartner.

Kooperationen mit regionalen Institutionen

Im Rahmen der Partnerschaft gibt es beispielsweise Grundschul- und Universitätspartnerschaften. Hierbei initiieren die Institutionen Projekte, die vor Ort umgesetzt werden. Potsdam sucht laut Lippert noch weitere Schulklassen, die an solch einer Partnerschaft interessiert wären. Zu den bereits umgesetzten Projekten zählt etwa der Anbau von Solarlaternen an einer sansibarischen Hauptstraße für umgerechnet etwa 60.000€.

Die Partnerschaft biete aber auch Vorteile für Potsdam: „Auch wir profitieren. Interkulturelle Verständigung und Austausch stellen für beide Seiten eine Bereicherung dar.“

Dem Klimawandel entgegenkommen

Nun hat Potsdam gemeinsam mit der Gesellschaft für Europa- und Kommunalpolitik e.V. (GEKO e.V.) nach differenzierten Prognosen eine Anpassungsstrategie entwickelt, die sich hauptsächlich auf Klimaschutz konzentriert. „Laut Prognosen könnten wir 2100 hier in Potsdam eine vergleichbare Klimazone haben wie in Tolouse!“, erklärt Thomas Heineke, Referent von GEKO e.V., die Signifikanz von Klimaschutz. Verbreitet werden diese Erkenntnisse durch viel Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Potsdam möchte gerade gegen diese zukünftigen Herausforderungen schon jetzt aktiv vorgehen. Aber auch schon kleine Veränderungen können viel bewirken: In den letzten Jahren veranstaltete Potsdam erfolgreich Kleiderspende-Aktionen für Sansibar.

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